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Ob in Wissenschaft, Technik oder Kultur – ohne Mathematik würde unsere moderne Welt so nicht existieren. Mathematik hat aber nicht nur bahnbrechende Entwicklungen ermöglicht, sie ist vor allem ein elementares Werkzeug: Mathematik zu verstehen heißt auch, einen intuitiven Zugang zu den unterschiedlichsten Phänomenen in Natur und Gesellschaft zu bekommen.
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Dass Mathematik in vielen Berufen eine Schlüsselkompetenz ist, sehen die meisten Schüler ein. Ihre Vielschichtigkeit beeindruckt aber längst nicht jeden. Mathematik polarisiert: „Hassen oder lieben“, so die Devise. Als Erklärung muss das gefährliche Vorurteil einer vermeintlichen Mathematik-Veranlagung herhalten, das sich seit Generationen hartnäckig hält. Im Unterricht sind derartige Vorurteile fatal, besonders wenn Schüler sie durch eigene Misserfolge scheinbar bestätigt sehen.
Mathematik kann jeder verstehen – die entscheidende Frage ist nicht ‚ob’, sondern ‚wie’. Schlüsselkriterium für den Lernerfolg sind nicht nur die mathematischen Begabungen – auch der Lerntyp spielt eine wichtige Rolle.

Wer gut logisch-analytisch denken kann, kommt im Mathematikunterricht sicher ohne große Anstrengungen klar. Schüler, deren Stärken eher auf anderen Gebieten liegen, sind schnell frustriert, wenn sie in der abstrakten Zahlenwelt auf Stolpersteine stoßen.
Mit modernen Lehrkonzepten kann der Zugang zur Mathematik aber auf vielen Wegen erfolgen: Der visuell ausgeprägte Typus wird eine Kurvendiskussion erheblich leichter verstehen, wenn per Mathematiksoftware in Echtzeit der Einfluss von Funktionsparametern auf den Graphen demonstriert wird. Schülern mit kommunikativ ausgeprägter Intelligenz hilft es zum Beispiel, wenn Mathematik als Sprache vermittelt wird und Verständnisprobleme in Kleingruppendiskussionen gelöst werden.
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Im Schulalltag ist es oft schwierig, für alle Lerntypen geeignete Aufgaben anzubieten – aber das ist auch gar nicht immer nötig. Wichtig und motivierend für die Schüler ist bereits die Bestimmung ihres individuellen Lernprofils. Dann können sie ihr Lernen selbst ein Stück weit in die Hand nehmen und sich eigene Lernwege erschließen. Selbstbeobachtung und Lerntypen-Checklisten helfen dabei, den eigenen Lernvorlieben auf die Schliche zu kommen.
Im Unterrichtsgespräch lassen sich dann gemeinsam Strategien und Methoden entwickeln, wie Mathematik auch für diejenigen verstehbar wird, die nicht immer gleich eine logische Erklärung parat haben. Positiver Nebeneffekt: Die Anerkennung ihrer Individualität macht den Schülern Mut und hilft dabei, klassische „Mathe-Blockaden“ zu überwinden. Denn in einem war sich schon Euklid sicher: „Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik.“
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