Interview mit unserer Schirmherrin Hadwig Dorsch, Abteilungsleiterin Rechen-und Automationstechnik im Deutschen Technikmuseum Berlin.

Ist Kryptologie nur etwas für Wissenschaftler und Geheimagenten - oder begegnen uns praktische Anwendungsbeispiele auch im Alltag?

Ich glaube, dass jeder der ein Bankkonto hat, glücklich ist, dass nicht jeder davon Geld abheben kann. Und jede E-Mail, die ich schreibe, ist auch nicht für alle bestimmt.


Rund um die Kryptologie gibt es viele spannende Aspekte: IT-Sicherheit, historische Beispiele, Geschichten aus der Welt der Spionage, die Lebensgeschichte berühmter Kryptologen... Welchen Aspekt finden Sie am interessantesten?

Alles zu seiner Zeit. Die ersten Methoden der Kryptologie (siehe Cäsarscheibe) sind sicher genauso spannend wie die heutige IT-Sicherheit.


Wo kann man im Deutschen Technikmuseum Inspiration und Informationen zum Thema finden?

Interessant ist die Enigma Maschine mit der die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg ihre Befehle verschlüsselte. Die wichtigsten Arbeiten zur Entschlüsselung der Enigma kamen von dem englische Mathematiker Alan Turing.
Auch in der Mathemachen-Ausstellung, die im Dezember 2011 wieder eröffnet, kann verschlüsselt und entschlüsselt werden.
Hadwig Dorsch
Abteilungsleiterin Rechen- und Automationstechnik
im Deutschen Technikmuseum Berlin.