Berufsspezial

mit künstlicher Intelligenz Karriere machen

Wie viel Potenzial für neue Entwicklungen in der Digitalisierung steckt, zeigt sich besonders gut auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln immer ausgefeiltere Wege, um Maschinen die Ausführung wichtiger Aufgaben beizubringen. Zum Beispiel lässt sich mithilfe von KI der Gesundheitszustand von Bienenvölkern überwachen, der Klimawandel verlangsamen oder selbstlernenden Handprothesen beibringen, die Gedankenimpulse ihrer Nutzer zu verstehen. Da KI in vielen Lebensbereichen eine Rolle spielt, sind in Zukunft viele Fachleute gefragt, die Expertise in Künstlicher Intelligenz, Maschinenlernen oder Robotik mitbringen. Wenn Ihre Schülerinnen und Schüler Interesse an diesen Themen mitbringen, schlagen Sie Ihnen doch im Rahmen der Berufsorientierung diese Ausbildungsgänge vor:





Künstliche Intelligenz studieren

Wer heute schon im Bereich KI arbeitet, hat oft Informatik studiert. Andere sind über ein Mathematik- oder auch Biologiestudium in das Themengebiet vorgedrungen. Inzwischen gibt es auch mehrere Studiengänge, die direkt auf eine spätere Tätigkeit im Bereich KI abzielen. So bieten zum Beispiel die Technische Hochschule Deggendorf oder die Technische Hochschule Ingolstadt Bachelorstudiengänge „Künstliche Intelligenz“ an. In Berlin an der Beuth Hochschule für Technik können KI-Interessierte im Studiengang „Humanoide Robotik“ praktisch und theoretisch Roboter entwickeln. Wer sich für Medien interessiert ist, könnte sich im Bachelorstudiengang „Medieninformatik“ mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz und Machine Learning“ an der HdM Stuttgart wohlfühlen. Eine Mischung aus informatischen und sozialwissenschaftlichen Inhalten bietet der Studiengang „Sozioinformatik“ der Technischen Universität Kaiserslautern – hier stehen neben den technischen Möglichkeiten von KI auch deren gesellschaftliche Auswirkungen im Fokus.



Ausbildungsberuf: Fachinformatiker*in

Wenn in Ihrer Klasse Schülerinnen und Schüler sind, die gern mit Soft- und Hardware tüfteln oder tief in Datenanalysen versinken, schlagen Sie ihnen doch eine Ausbildung im Beruf „Fachinformatiker*in“ vor. Das Berufsfeld umfasst vier verschiedene Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung. Je nach Fachrichtung beschäftigen sich die Auszubildenden zum Beispiel mit der Gestaltung von IT-Systemen, programmieren Software nach Kundenwunsch, analysieren Daten oder optimieren digitale Arbeitsprozesse. IT-Unternehmen haben einen hohen Bedarf an Fachinformatiker*innen, aber auch viele große Industrieunternehmen bieten Ausbildungsplätze an. Vor der Bewerbung lohnt es sich, genau zu studieren, woran die Unternehmen arbeiten, denn die Einsatzfelder des Berufs sind sehr breit – von der IT-Administration bis hin zur Arbeit in Robotik-Forschungsteams ist alles möglich.

Gute Noten in Mathematik und Informatik, falls das in der Schule unterrichtet wurde, sowie in Englisch sind wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung. Außerdem sollten Interessierte sowohl logisch als auch kreativ denken können – beides ist nötig, um gute digitale Lösungen zu entwickeln.


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